Die Fünfziger: Die Entstehung des Rock’n’Roll

Die Fünfziger Jahre gelten allgemein als das Entstehungs-Jahrzehnt des Rock’n’Roll. Sobald es darum geht, wer genau denn nun als Begründer des Rock gilt gehen die Meinungen auseinander, das merkte man im Musikunterricht in der Schule schon. Letzten Endes hiess es einfach, es könnte nicht genau gesagt werden, man bekam ein paar Musiker als Auswahl vorgelegt von denen man sich ein zwei Namen merken musste und auf ein genaues Anfangsdatum könne man ebenso verzichten.

Ernesto Assante erklärte in seinem Buch «That’s Rock», dass die Entstehung dieses neuen Genres wohl mit dem Zweiten Weltkrieg zusammenhängt. Nachdem die USA Siegreich aus dem Krieg hervorgegangen sind, bildete sich eine neue Jugend wie man sie zuvor noch nicht gekannt hatte. Während in Europa die Länder beschäftigt waren ihre Städte und Wirtschaft wieder aufzubauen, hatten die jungen Leute in den USA mehr Zeit und Geld zur Verfügung und statt direkt ins Arbeitsleben einzusteigen besuchte man erst noch die High School. Die Zeit zwischen der Jugend und dem Erwachsenwerden verlängerte sich und bevor die Jugendlichen zu Erwachsenen wurden waren sie «junge Leute» die ihr Leben erstmal geniessen wollten. Das war was diese Jugend ausgemacht hat und den älteren Generationen nicht bekannt war.

Es war die Kleidung und die Musik mit denen sich die neue Jugend versuchte auszudrücken. Die Musik, die anfangs gespielt wurde war die von Ray Charles, Ike Turner und vielen weiteren Soulmen. Dies war noch Rhythm’n’Blues aber die Jungen gaben ihm eine neue Bedeutung. Sie feierten Partys und tanzten dazu, nutzten die Chance, um Kontakte zum anderen Geschlecht zu knüpfen. In der damaligen Zeit konnte man dieses ganze Geschehen fast schon als rebellisch bezeichnen, den Eltern gefiel das natürlich nicht. Der Sound war zwar nicht neu, aber die Art wie man von ihm Gebrauch gemacht hat war es. Alan Freed war ein DJ der damals die entschied, dieser neuen Welle einen Namen zu geben und nannte sie Rock’n’Roll. Auf seiner Liste standen unzählige Musiker aber der Titel des «König» des Rock’n’Rolls gebührte nur einem: Elvis Aaron Presley. Er war es der die drei Genres Rhythm’n’Blues, Pop und Country vereinen konnte und ein Gemisch von schwarzen und weissen Sounds produzierte das alle Leute gleichermassen ansprach, in dem sich die Jugend wieder zusammenfand. Er schaffte es aus dem Gefühl, welches die jungen Leute bei den älteren Rhythm’n’Blues Songs empfanden, zu greifen und es in eine neue Musikrichtung zu packen.

Ein kleiner musikalischer Einblick in die 50er

Photos by: Frédéric Barriol, Clem Onojeghuo, bady abbas on Unsplash
Book used as reference: «That’s Rock» by Ernesto Assante

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